Кафедра немецкого языка




Скачать 387.06 Kb.
НазваниеКафедра немецкого языка
страница1/5
Е А Успенская
Дата конвертации22.02.2013
Размер387.06 Kb.
ТипБиография
  1   2   3   4   5



Государственный университет – Высшая школа экономики


КАФЕДРА НЕМЕЦКОГО ЯЗЫКА

ЗНАМЕНИТЫЕ ЛЮДИ ГЕРМАНИИ


(часть 1)

Пособие по домашнему чтению

(Авторы: профессор, к.п.н. Е.А.Успенская,

доцент, к.ф.н. М.С.Чувелева)



Издательский дом ГУ-ВШЭ

2005 год

ОГЛАВЛЕНИЕ


  1. Оглавление стр. 2

  2. Биография И.Гете стр. 3-6

  3. Словарь к биографии И.Гете стр. 6-7

  4. Задания и упражнения к биографии И.Гете стр. 7-31

  5. Биография Ф.Шиллера стр. 32-36

  6. Словарь к биографии Ф.Шиллера стр. 37

  7. Задания и упражнения к биографии Ф.Шиллера стр. 37-58

  8. Биография Г.Гейне стр. 58-63

  9. Словарь к биографии Г.Гейне стр. 63

  10. Задания и упражнения к биографии Г.Гейне стр. 64-73



JOHANN WOLFGANG VON GOETHE
- Deutschlands größter Dichter

    1. Was ist Ihnen über Johann Wolfgang von Goethe schon bekannt?


    2. Lesen Sie den Lebenslauf von Goethe und markieren Sie wichtige Lebensdaten und Werke.









Goethe war der berühmteste deutsche Dichter und einer der bekanntesten Dichter der Welt. Er hat größte und schönste dichterische Kunstwerke geschaffen und viele weise und richtige Erkenntnisse ausgesprochen. Goethe war ein reichbegabter Mensch und lebenslang vom Glück begünstigt. Er wurde 1749 in Frankfurt am Main geboren und wuchs in wohlhabenden


Verhältnissen auf. Sein Vater war ein gebildeter Mann, der sein Leben nach strengen Grundsätzen führte, ohne daß er einen richtigen Beruf gelernt hätte. Seine Mutter dagegen war eine frohe, heitere Frau mit viel Wärme, Phantasie und Humor. Beide Eigenschaften seiner Eltern hatte der Sohn geerbt.

In Leipzig und Straßburg studierte Goethe auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaft. In seine Straßburger Zeit fällt seine Liebe zu der jungen Friederike Brion in Sesenheim im Elsaß. Goethe konnte alle seine Empfindungen - Liebe, Trauer, Schmerz - mühelos in Worte kleiden. So hat er auch aus seiner Beziehung zu Friederike die schönsten Liebesgedichte verfaßt.

Nach Abschluß seines Studiums war Goethe Rechtsanwalt in Frankfurt, aber ohne daß ihm seine Arbeit Spaß gemacht hätte. Er wäre viel lieber ein unabhängiger Schriftsteller gewesen. Aber dieser Beruf konnte ihn nicht ernähren.

Goethe hat in seinem Leben viele Frauen geliebt. Sie gaben ihm immer wieder Anlaß zu neuen Dichtungen. Aber geheiratet hat er zunächst keine von ihnen. Er wollte seine Freiheit, seine Unabhängigkeit behalten. Friederike und manche andere hat er unglücklich gemacht, als er sie verließ.

Sturm- und Drangzeit



Die jetzt folgenden Jahre bezeichnet man als "Sturm- und Drangzeit", in der man mehr das Gefühl betonte als den Verstand, wie in der vorhergegangenen Aufklärung. Goethe schrieb jetzt sein erstes Schauspiel, den leidenschaftlichen "Götz von Berlichingen", und einige Jahre später das Trauerspiel "Egmont". Aus seiner unglücklichen Liebe zur Verlobten eines Freundes heraus entstand der Roman "Die Leiden des jungen Werther", der Goethe weltberühmt machte. Manche jungen Männer mit unglücklicher Liebe nahmen sich aufgrund des Romans wie Werther das Leben.

1775 berief der junge Herzog Karl-August von Weimar Goethe als Minister an seine Residenz. Für den Dichter begann jetzt ein Leben strenger Pflichterfüllung im Dienst des kleinen Herzogtums. An Frau von Stein fand er in Weimar eine mütterliche Freundin. Es entstanden Erzählgedichte (= Balladen) wie "Der Erlkönig" und "Der Fischer". Aber erst die spätere Freundschaft mit dem Dichter Friedrich Schiller regte Goethes dichterische Schaffenskraft wieder neu und stark an.

Der aufgeklärte Klassiker



Mit Goethes Reise nach Italien (1786-88) begann seine "klassische" Periode. Die Dramen dieser Jahre wie "Iphigenie" und "Torquato Tasso" betonen nicht mehr allein das Gefühl. Vielmehr soll das Gefühl vom Verstand gebändigt und veredelt werden. So soll sich der Mensch zu einem sittlich immer vollkommeneren Wesen entwickeln.

Nach seiner Rückkehr aus Italien nahm Goethe Christiane Vulpius, eine junge Frau, in sein Haus, die er 1806 schließlich heiratete. Sie gebar ihm mehrere Kinder, von denen aber nur sein Sohn August am Leben blieb.

Goethe wurde allmählich immer berühmter. Menschen aus vielen Ländern pilgerten nach Weimar und erwiesen ihm ihre Verehrung. Er aber zog sich immer mehr von den Menschen und ihren Meinungen zurück. Er baute sich seine eigene Welt der Schönheit und der idealen Formen auf. Er forschte in der Natur und beschäftigte sich mit ihren großen Grundgesetzen.

Als sich in Deutschland und Europa die Völker gegen Napoleons Fremdherrschaft erhoben, verbot er seinem Sohn, sich an dem Freiheitskampf zu beteiligen. Er verehrte Napoleon als großen Menschen, aber er verabscheute zugleich Krieg und Blutvergießen. Den neu aufkommenden nationalen und demokratischen Ideen stand er ablehnend gegenüber.

Lebensende





Goethehaus in Weimar
Auch noch im Alter ergriff Goethe immer wieder die Leidenschaft für schöne und geistvolle Frauen. Aus seiner Beziehung zu Marianne von Willemer entstand der "West-Östliche Diwan". Bis ins höchste Alter - er starb 1832 im Alter von fast 83 Jahren - war Goethe von einer erstaunlichen Schaffenskraft. Seine Lebenserinnerungen schrieb er auf in seinem Werk "Dichtung und Wahrheit". Kurz vor seinem Tod vollendete er den 2. Teil des Dramas "Faust", das zur Weltliteratur gehört. In der Person des Faust schildert er den Weg des suchenden Menschen aus der Verworrenheit des Lebens zur Erkenntnis seiner ewig-göttlichen Bestimmung: Arbeit für das Wohl der Menschheit, Dienst für die Gemeinschaft. Daraufhin wird Faust der Eingang in den "Himmel" zuteil mit den Worten: "Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen".

Goethe sah überall in der Welt eine göttliche Macht am Werk, besonders in bedeutsamen Menschen und in den Gesetzen der Natur. Jeder Mensch trägt Goethes Meinung nach einen göttlichen Funken in sich. Damit kann er sich aus eigener Kraft zu einem immer vollkommeneren Menschen entwickeln. Deshalb ist der Mensch in seinem Kern gut. Diese Sicht der Dinge kennzeichnet Goethe als Humanist.

Aber gerade heute sehen wir an dem vielen Schrecklichen in der Welt, wie unvollkommen und böse der Mensch ist und bleibt. Und wer ehrlich vor sich selber ist, muß vor dem vielen Schlechten in sich und seinen Gedanken erschrecken. Deshalb mußte Jesus als Gottessohn in unsere Welt kommen und für uns am Kreuz sterben. In ihm begegnen uns Gottes Liebe und sein Wille, uns zu erlösen. Wenn wir Jesus in unser Leben hineinnehmen, vergibt er uns unsere Schlechtigkeit, unsere Sünde, und macht uns bis in unser Inneres hinein zu neuen Menschen.

Wortliste

das Kunstwerk – произведение искусства

die Erkenntnisse – знания

reichbegabt – богатоодаренный

begünstigen – покровительствовать, благоприятствовать

wohlhahend – зажиточный

die Eigenschaft – свойство

erben – унаследовать

der Rechtsanwalt – адвокат

Spaβ machen – доставлять удовольствие

der Anlaβ – повод

die Unabhängigkeit – независимость

das Leben nehmen – воспринимать жизнь

berufen – компетентный, авторитетный

als Minister berufen – назначать министром

das Gefühl – чувство

der Verstand – разум

vollkommen – совершенный

die Rückkehr – возвращение

eine Verehrung erweisen – оказать почесть

sich gegen Fremdherrschaft erheben – подняться против чужого господства

vebieten – запрещать

I. Fragen und Aufgaben

  1. Wann und wo wurde Goethe geboren?

  2. In welchen Verhältnissen wuchs Goethe auf?

  3. Welche Eigenschaften hatte er bei seinen Eltern geerbt?

  4. Warum und wo studierte er Rechtwissenschaft?

  5. Zu wem hat er die schönsten Liebesgedichte in Straβburg gewidmet?

  6. Als was war Goethe nach Abschluβ seines Studiums in Frankfurt tätig?

  7. Hat diese Arbeit Ihm Spaβ gemacht?



II. Setzen Sie fort

  1. Goethe hat in sienem Leben viele Frauen _____.

  2. Seine Empfindungen – Liebe, Trauer, Sehmerz – gaben ihm immer wieder Anlaβ zu neuen _____.

  3. Keine von den Frauen hat er _____, weil er seine Freiheit, seine Unabhängigkeit _____.



III. Diskutieren Sie bitte!

  1. Warum sollte er den Beruf des Rechtsanwalts studieren?

  2. Warum liebte er viele Frauen und warum heiratete er sie nicht?



IV. Sturm – und Drangzeit

  1. Welche Werke wurden in dieser Zeit geschrieben?

    • Sein erstes Schauspiel “_____”;

    • das Trauerspiel “_____”;

    • der Roman “_____”.

  2. Wo und seit wann war Goethe als Minister tätig?

  3. Welche Balladen sind in Weimar erschienen?

  4. Wissen Sie, wer die Balladen “Erlkönig”, “Der Fischer” ins Russische übersetzt hat? Vergleichen Sie diese Dichtungen!



V. Der auf abgeklärte Klassiker

  1. Wann began Goethes “Klassische” Periode?

  2. Welche Dramen erschienen in dieser Periode?

  3. Wodurch unterscheiden sie sich von den anderen Dichtungen?

  4. Wann heiratete schlieβlich Goethe? Hatte er viele Kinder?

  5. Wie hieβ sein Sohn?

  6. Warum pilgerten viele Menschen nach Weimar?

  7. Warum zog sich Goethe von den Menschen und ihren Meinungen zurück?

  8. Warum verbot er seinem Sohn sich an dem Freiheitskampf zu beteiligen?



VI. Lebensende

  1. In welchem Alter starb Goethe?

  2. Wann vollendete er den 2. Teil des Drammas “Faust”?

  3. Was schildert er in der Person des Faust?

  4. Mit welchen Worten wird “Faust” der Eingang in den “Himmel”?

  5. Welche Sicht kennzeichnet Goethe als Humanist?

  6. In welchem Fall werden unsere Schlechtigkeit und unsere Sünde vergeben?

  7. Wer macht uns zu neuen Menchen?



VII. Goethe – Dichterfürst oder Fürstenknecht?

Ein Dichterleben

28. August 1749 Geburt Johann Wolfgang Goethes in Frankfurt am Main als Sohn des Kaiserlichen Rates Johann Caspar Goethe und seiner Frau Catharina Elisabeth.

1755 bis 1763 Umfassender Untericht in Sprachen, Zeichnen und Musik.

1765 Jurastudium in Leipzig.

1770 Studium in Staßburg; Besuch medizinischer und historischer Vorlesungen.

1771 Promotion zum Lizenziaten der Rechte und Niederlassung als Rechtsanwalt in Frankfurt.

1773 Erstes großes Drama: „Götz von Berlichingen“.

1774 Bekanntschaft mit Friedrich Gottlieb Klopstock; „Die Leiden des jungen Werthers“.

1775 Carl August von Sachsen lädt Goethe nach Weimar ein; erstes Zusammen-treffen mit Charlotte von Stein.

1776 Eintritt in den Weimarer Staatsdienst; Ernennung zum geheimen Legationstar.

1779 Ernennung zum Leiter der Kriegs – und Wegebaukommission und zum Geheimen Rat.

1782 Erhebung in den Adelsstand durch Kaiser Joseph II.; Einzug in das Wohnhaus am Frauenplan in Weimar.

1786 Erste italienreise; Treffen mit Johann Heinrich Wihelm Tischbein und Karl Philipp Moritz.

1787 „Iphigenie auf Tauris“ (Versfassung).

1788 Rückkehr nach Weimar; Beginn der Beziehung zu Christiane Vulpius;

Begegnung mit Fiedrich Schiller; „Egmont“.

1789 Bekanntschaft mit Wihelm von Humboldt;

25. Dezember Geburt seines Sohnes August aus der Verbindung mit Christiane Vulpius.

1790 Zweite italienreise; intensive naturwissenschaftliche Studien; „Faust, ein Fragment“, „Torquato Tasso“.

1791 Leitung des Weimarer Hoftheaters.

1792 Teilnahme am Frankreichfeldzug an der Seite Carl Augusts.

1794 Beginn der Freundschaft mit Schiller; „Reinecke Fuchs“.

1795 Bekanntschaft mit Alexander von Humboldt; „Wiheim Meisters Lehrjahre“ (1. bis 6. Buch).

1796 Bekanntschaft mit August Wilhelm Schlegel und Jean Paul; (7, und 8. Buch).

1797 Erste Begegnung mit Friedrich Schlrgel; „Der Zauberlehrling“; „Hermann und Dorothea“.

1804 Ernennung zum Wirklichen Geheimen Rat 9. Mai 1805 Tod Schillers.

1806 Besetzung Weimars durch die Franzosen;

Eheschließung mit Christiane Vulpius.

1808 Zusammentreffen mit Napoleon Bonaparte; „Faust I“.

1809 „Die Wahlverwandtschaften“.

1810 „Zur Farbenlehre“ (Zwei Bände), „Dichtung und Wahrheit“ (bis 1812).

1812 Bekanntschaft mit Beethoven.

1813 Begegnung mit Zar Alexander I. Von Russland und Clemens Fürst von Metternich.

1815 Wiener Kongress;

Goethe wird zum Staatsminister ernannt.

6. Juni 1816 Goethes Frau Christiane stribt.

1819 „Werst-östlicher Divan“.

1821 „Wilhelm Meisters Wanderjahre“.

1823 Erste Begegnung mit Johann Peter Eckermann, seinen treuesten Mitarbeiter.

1831 Abschluss von „Faust II“.

22. März 1832 Goethe stribt; Bestattung in der Weimarer Fürstengruft.
Orden Sie die Ereignisse chronologisch und suchen Sie aus dem Text die dazu passenden Jahreszahlen heraus.

Jahr

Reihenfolge

Ereignis







Leitung des Weimarer Hoftheaters.







Beginn der Freundschaft mit Schiller.







Bekanntschaft mit Wilchelm von Humboldt.

1749

1

Geburt J.W.Goethes in Frankfurt am Main.







Tod Schillers.







Jurastudium in Leipzig.







Bekanntschaft mit Beethoven.







Studium in Straβburg.







Erstes groβe Drama: “Götz von Berlichingen”.







Begegnung mit Zar Alexander I, von Russland und Clemens Fürst von Metternich.







Abschluss von “Faust II”.







Goethe stirbt; Bestattung in der Weimarer Fürstengruft.







Fassen Sie zusammen, was Sie über den Drammatiker, Dichter und Philosophen J.W.Goethe erfahren haben.



VIII. Goethes Balladen.

Die Anlehnung Goethes an volkstümliche Dichtung kommt auch vor allem in den Balladen „Der Fischer“ (1778) und „Erlkönig“ (1782) zum Ausdruck. Beide Balladen sind angeregt durch alte Volkssagen, in denen die dunklen Naturkräfte in Naturgeistern verkörpert sind.

Die Ballade „Der Fischer“ ist eine der ersten, die Goethe geschrieben hat. Es ist ja in dieser Ballade bloß das Gefühl des Wassers ausgedrückt, das Anmutige, was uns im Sommer lockt, uns zu baden. Die Grundstimmung des Gedichts ist die unstillbare Sehnsucht nach Verschmelzung mit der Natur. Die Ballade ist voll dramatischer Sprannung und von einem klaren, folgerichtigen Bau.

Die Ballade „Erlkönig“ ist eines der bekanntesten Gedichte Goethes, das vor allem auch durch die geniale Vertonung von Franz Schubert in weiteste Kreise des Volkes gedrungen ist. Goethe wurde zu dieser Ballade angeregt durch die dänische Ballade „Erlkönigs Tochter“, die Herden ins Deutsche übertragen hatte. Der Name „Erlkönig“ bedeutet eigentlich „Elfenkönig“.

Ein Vater reitet mit seinem kleinen Sohn in der Nacht über die düstere Heide. Durch das schauerliche Rauschen der Bäume, den geheimnisvollen Nebel, das unheimliche Heulen des Windes erhitzt sich die Phantasie des Kindes. Es einmal die Sage vom Erlkönig gehört. Nun wird ihm ein Nebelstreif zum Erlkönig, in den Weiden glaubt es Erlkönigs Töchter zu erkennen. Für die natürlichen Erklärungen des Vaters hat das fiebernde Kind kein Gehör. Schließlich glaubt es, daß es vom Erlkönig angefaßt wird, seine Erregung steigert sich noch mehr, so daß dem Vater selbst auch das Grausen kommt. Am Zeil angelangt, sieht der Vater, daß das Kind in seinen Armen tot ist.

Die Ballade ist voll dramatischer Spannung und auch äußerlich wie ein Drama gestaltet: sie ist aus Rede und Gegenrede aufgebaut. In Form und Sprache hält sich das Gedicht eng an die Volksballade.


  1. Was ist typisch für diese Balladen?

  2. Können Sie den Hauptinhalt wiedergeben?



IX. Sagen Sie bitte, wer dieses Gedicht ins Russische übertragen hat, lesen Sie diese Übersetzungen. Sagen Sie, welcher Komponist dieses Lied vertont hat.
DER FISCHER
Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,

Ein Fischer saß daran,

Sah nach der Angel ruhevoll,

Kühl bis ans Herz hinam.

Und wie er sitzt und wie er lauscht,

Teilt sich die Flut empor;

Aus dem bewegten Wassern rauscht

Ein feuchtes Weib hervor.
Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:

„Was lockst du meine Brut

Mit Menschenwitz und Menschenlist

Hinauf in Todesglut?

Ach wüßtest du, wie’s Fischelein ist

So wohlig auf dem Grund,

Du stiegst herunter, wie du bist,

Und würdest erst gesund.
Labt sich die liebe Sonne nicht,

Der Mond sich nicht im Meer?

Kehrt wellenatmend ihr Gesicht

Nicht doppelt schöner her?

Lockt dich der tiefe Himmel nicht,

Das feuchtverklärte Blau?

Lockt dich dein eigen Angesicht

Nicht her in ew’gen Tau?
Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll,

Netzt’ ihm den nackten Fuß;

Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll,

Wie bei der Liebsten Gruß.

Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;

Da war’s um ihn geschehn:

Halb zog sie ihn, halb sank er hin,

Und ward nicht mehr gesehn.
РЫБАК
Бежит волна, шумит волна!

Задумчив над рекой

Сидит рыбак; душа полна

Прохладной тишиной.

Сидит он час, сидит другой;

Вдруг шум в волнах притих…

И влажною всплыла главой

Красавица из них.
Глядит она, поет она:

«Зачем ты мой народ

Манишь, влечешь с родного дна

В кипучий жар из вод?

Ах! Если б знал, как рыбкой жить

Привольно в глубине,

Не стал бы ты себя томить

На знойной вышине.
Не часто ль солнце образ свой

Купает в лоне вод?

Не свежей ли горит красой

Его из них исход?

Не с ними ли свод неба слит

Прохладно-голубой?

Не лоно ль их тебя манит

И лик твой молодой?»
Бежит волна, шумит волна…

На берег вал плеснул!

В нем вся душа тоски полна,

Как будто друг шепнул!

Она поет, она манит –

Знать час его настал!

К нему она, он к ней бежит…

И след навек пропал.
* * *

ERLKÖNIG
Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?

Es ist der Vater mit seinem Kind;

Er hat den Knaben wohl in dem Arm,

Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.
„Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht?“

„Siehst, Vater, do den Erlkönig nicht?

Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif?“

„Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif.“ –
„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!

Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;

Manch bunte Blumen sind an dem Strand;

Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ –
„Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,

Was Erlenkönig mir leise verspricht?“

„Sei ruhig, bleib ruhig, mein Kind!

In dürren Blättern säuselt der Wind.“ –
„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?

Meine Töchter sollen dich warten schön;

Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn

Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ –
„Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort

Erlkönigs Töchter am düstern Ort?“

„Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau,

Es scheinen die alten Weiden so grau.“
„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;

Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ –

„Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!

Erlkönig hat mir ein Leids getan!“ –
Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,

Er hält in den Armen das ächzende Kind,

Erreicht den Hof mit Müh’ und Not;

In seinen Armen das Kind war tot.
ЛЕСНОЙ ЦАРЬ
Кто скачет, кто мчится под хладною мглой?

Ездок запоздалый, с ним сын молодой.

К отцу, весь издрогнув, малютка приник;

Обняв, его держит и греет старик.
«Дитя, что ко мне ты так робко прильнул?» -

«Родимый, лесной царь в глаза мне сверкнул:

Он в темной короне, с густой бородой».

«О нет, то белеет туман над водой».
«Дитя, оглянися; младенец, ко мне;

Веселого много в моей стороне:

Цветы бирюзовы, жемчужны струи;

Из золота слиты чертоги мои».
«Родимый, лесной царь со мной говорит:

Он золото, перлы и радость сулит». –

«О нет, мой младенец, ослышался ты:

То ветер, проснувшись, колыхнул листы».
«Ко мне, мой младенец; в дуброве моей

Узнаешь прекрасных моих дочерей:

При месяце будут играть и летать,

Играя, летая, тебя усыплять».
«Родимый, лесной царь созвал дочерей:

Мне, вижу, кивают из темных ветвей». –

«О нет, все спокойно в ночной глубине:

То ветлы седые стоят в стороне».
«Дитя, я пленился твоей красотой:

Неволей иль волей, а будешь ты мой». –

«Родимый, лесной царь нас хочет догнать;

Уж вот он: мне душно, мне тяжко дышать».
Ездок оробелый не скачет, летит;

Младенец тоскует, младенец кричит;

Ездок погоняет, ездок доскакал…

В руках его мертвый младенец лежал.
* * *
LIED DER MIGNON
Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn,

Im dunkeln Laub die Goldorangen glühn,

Ein sanfter Wind vom blauen Himmel weht,

Die Mzrte still und hoch der Lorbeer steht,

Kennst du es wohl?

Dahin! Dahin

Möcht’ ich mit dir, o mein Geliebter, ziehn.
Kennst du das Haus?Auf Säulen ruht sein Dach,

Es glänzt der Saal, es schimmert das Gemach,

Und Marmorbilder stehn und sehn mich an:

Was hat man dir, du armes Kind, getan?

Kennst du es wohl?

Dahin! Dahin

Möcht’ ich mit dir, o mein Beschützer, ziehn.
Kennst du den Berg und seinen Molkensteg?

Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg;

In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut;

Es stürzt der Fels und über ihn die Flut,

Kennst du ihn wohl?

Dahin! Dahin

Geht unser Weg! O Vater, laß uns ziehn!
МИНА

(Романс)
Я знаю край! Там негой дышит лес,

Златой лимон горит во мгле древес,

И ветерок жар неба холодит,

И тихо мирт и гордо лавр стоит…

Там счастье, друг! Туда! Туда

Мечта зовет! Там сердцем я всегда!
Там светлый дом! на мраморных столбах

Поставлен свод; чертог горит в лучах;

И ликов ряд недвижимых стоит;

И, мнится, их молчанье говорит…

Там счастье, друг! Туда! Туда

Мечта зовет! Там сердцем я всегда!
Гора там есть с заоблачной тропой!

В туманах мул там путь находит свой;

Драконы там мутят ночную мглу;

Летит скала и воды на скалу!..

О друг, пойдем! Туда! Туда

Мечта зовет!.. Но быть ли там когда?

X. АNHANG
KLASSISCHES ERBE
FAUSTS SCHLUßMONOLOG
Ja, diesem Sinne bin ich ganz ergeben,

Das ist der Weisheit letzter Schluß;

Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,

Der täglich sie erobern muß!

Und so verbringt, umrungen von Gefahr,

Hier Kindheit, Mann und Greis sein tüchtig Jahr.

Solch ein Gewimmel möcht ich sehn!

Auf freiem Grund mit freiem Volke stehn!

Zum Augenblicke dürft ich sagen:

Verweile doch, du bist so schön!

Es kann die Spur von meinen Erdentagen

Nicht in Äonen untergehn. –

Im Vorgefühl von solchem hohen Glück

Genieß ich jetzt den höchsten Augenblick.
ЗАКЛЮЧИТЕЛЬНЫЙ МОНОЛОГ ФАУСТА
Я предан этой мысли! Жизни годы

Прошли не даром; ясен предо мной

Конечный вывод мудрости земной:

Лишь тот достоин жизни и свободы,

Кто каждый день идет за них на бой!

Всю жизнь в борьбе суровой, непрерывной

Дитя, и муж, и старец пусть ведет,

Чтоб я увидел в блеске силы дивной

Свободный край, свободный мой народ!

Тогда сказал бы я: мгновенье!

Прекрасно ты, продлись, постой!

И не смело б веков теченье

Следа, оставленного мной!

В предчувствии минуты дивной той

Я высший миг теперь вкушаю свой.


  1. Vergleichen Sie die Übersetzung des Gedichts mit dem Original.

  2. Lesen Sie das Gedicht vor.


* * *
NUTZE DEINE JUNGEN TAGE
Geh! Gehorche meinen Winken,

Nutze deine jungen Tage,

Lerne zeitig klüger sein:

Auf des Glückes großer Waage

Steht die Zunge selten ein.

Du mußt steigen oder sinken,

Du mußt herschen und gewinnen,

Oder dienen und verlieren,

Leiden oder Triumphieren,

Amboß oder Hammer sein.
das Erbe – наследие;

der Wink – указание, знак;

die Waage – весы.


  1. Beantworten Sie die folgenden Fragen.

- Sind Sie einverstanden damit, daß Goethe hier das Leben als einen Kampf versteht?

- Welche Stophen des Gedichtes zeugen davon?

- Welcher Satz des Gedichtes ist zu einem geflügelten Wort geworden?

  1. Suchen Sie die russische Übersetzung von dem Gedicht.

  2. Lesen Sie das Gedicht ausdrucksvoll vor.



* * *
HEIDENRÖSLEIN
Sah ein Knab’ ein Röslein stehn,

Röslein auf der Heiden,

War so jung und morgenschön,

Lief er schnell, es nah zu sehn,

Sah’s mit vielen Freuden.

Röslein, Röslein, Röslein rot,

Röslein auf der Heiden.
Knabe sprach: Ich breche dich,

Röslein auf der Heiden!

Röslein sprach: Ich steche dich,

Daß du ewig denkst an mich,

Und ich will’s nicht leiden.

Röslein, Röslein, Röslein rot,

Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach

’s Röslein auf der Heiden;

Röslein wehrte sich und stach,

Half ihm doch kein Weh und Ach.

Mußt es eben leiden.

Röslein, Röslein, Röslein rot,

Röslein auf der Heiden.
steht die Zunge selten ein – стрелка весов редко стоит на точке равновесия;

sinken – опускаться;

leiden – страдать;

Amboß oder Hammer sein – быть наковальней или молотом;

Heidenröslein“ – «Степная розочка»

stechen – у(колоть);

leiden – (здесь) терпеть;

wild – озорной, дикий;

s Röslein = das Röslein

sich wehren – защищаться;

kein Weh und Ach – никакие жалобы (сетования).


  1. Unter wessen Einfluß erschien das Gedicht?

  2. Lesen Sie und übersetzen Sie das Gedicht!

  3. Beantworten Sie die folgenden Fragen!

- Welche poetischen Mittel verwendet der Dichter in diesem Gedicht?

- Welche Ausdrücke beweisen, daß das Gedicht im Ton eines volksliedes geschrieben ist?

  1. Hören Sie sich das Gedicht vom Tonbandgerät.



XI. EPIGRAMMATISCHES
DEN ORIGINALEN
Ein Quidam sagt: „Ich bin von keiner Schule!

Kein Meister lebt, mit dem ich buhle;

Auch bin ich weit davon entfernt,

Daß heißt, wenn ich ihn recht verstand:

„Ich bin ein Narr auf eigne Hand.“
САМОРОДКАМ
Он говорит: «Ничем я не обязан

Ни современникам, ни старым мастерам,

Я ни с какими школами не связан:

Учиться у кого-то – стыд и срам!»

Все это можно изложить и так:

«Не чьей-нибудь – своей я милостью дурак!»
* * *
DIE JAHRE
Die Jahre sind aller liebste Leut’:

Sie brachten gestern, sie bringen heut,

Und so verbringen wir Jüngern eben

Das allerliebste Schlaraffenleben.
Und dann fällt’s den Jahren auf einmal ein,

Nicht mehr wie sonst bequem zu sein;

Wollen nicht mehr schenken, wollen nicht mehr borgen,

Sie nehmen heute, sie nehmen morgen.
ГОДЫ
Хороший нрав у юных лет:

Чего ни попросишь – отказа нет,

И в дружбе с ними, без всякой опаски,

Мы можем прожить как в волшебной сказке.

Но вдруг характер меняют года.

Глядишь – сварливейшие господа:

Взаймы не дают, без конца укоряют

И все, что давали, назад отбирают.


  1. Vergleichen Sie die russische Übersetzung der Epigramme mit dem Original!

  2. Versuchen Sie festzustellen, wo die Übersetzung vom Original abweicht!


* * *
MEERESSTILLE
Tiefe Stille herrscht im Wasser,

Ohne Regung ruht das Meer,

Und bekümmert sieht der Schiffer

Glatte Fläche ringsumher.

Keine Luft von keiner Seite,

Todesstille fürchterlich!

In der ungeheuren Weite

Reget keine Welle sich.
ruhen – покоиться, лежать

bekümmert – озабоченный, опечаленный

keine Luft – никакого ветра

ungeheuer – бесконечный


  1. Hören Sie sich das Gedicht vom Kassettenrekorder an, achten Sie auf die Pausen und auf die Betonung!

  2. Lernen Sie das Gedicht auswendig!


* * *
Wandrers Nachtlied
Über allen Gipfeln

Ist Ruh,

In allen Wipfeln

Spürest du

Kaum einen Hauch;

Die Vögelein schweigen im Walde.

Warte nur, balde

Ruhest du auch.


  1. Wer hat dieses Gedicht ins Russische übersetzt?

  2. Können Sie es russisch vortragen?

  3. Welcher russischer Komponist hat dieses Gedicht vertont?


* * *
Gefunden
Ich ging im Walde

So für mich hin,

Und nichts zu suchen,

Das war mein Sinn.
Im Schatten sah ich

Ein Blümchen stehn,

Wie Sterne leuchtend,

Wie Äuglein schön.
Ich wollt’ es brechen,

Da sagt’ es fein:

„Soll ich zum Welken

Gebrochen sein?“


  1. Welches Gedicht über eine Blume haben Sie schon gelesen?

  2. Was Allgemeines gibt es in diesen beiden Gedichten?

  3. Lernen Sie diese Gedichte auswendig.



XII. Lesestücke.


  1. Wer leitete die Bildung der Kinder in der Familie?

  2. Welche Sprachen lehrte der Vater seine Kinder?

  3. Warum kann mann sagen, daß Goethe große Fortschritte beim Lernen der Sprachen hatte?


UNTERRICHT BEIM VATER

(Aus Goethes Kindheit)
Es waren einige Minuten vor 12 Uhr. Wolfgang stand an der Tür zu Vaters Arbeitszimmer und hielt zwei Hefte in der Hand. Punkt 12 Uhr sollte er mit

seiner Schwester zum Vater kommen. Sie sollten ihm die Arbeiten vorzeigen,

die sie angefertig hatten. Wolfang blickte durch das Schlüsseloch. Er konnte

die Hände des Vaters auf dem blanken Schreibtisch sehen. Sicher schrieb Vater

wieder seine Erinnerungen über die Reise nach Italienin das Heft, das aufgeschlagen vor ihm lag. Doch für heute schien er fertig zu sein. Er klappte

eben das Heft zu und wischte die Feder sorgfältig an einem Tüchlein ab.

Wolfang blickte sich beunruhigt um. Wo blieb nur die SchwesterCornelia?

War sie mit den Aufgaben nicht fertiggeworden? Endlich kam sie die Treppe

herunter.

Jetzt wurde im Zimmer ein Stuhl hörbar gerückt. Schritte näherten sich, und

schon stand der Vater in der Tür.Er war ein großer, stattlicher Mann, hatte eine hohe gewölbte Stirn, und unter den dicken Augenbrauen blickten ernste Augen

hervor. „Ach, da seid ihr ja“, sagte der Vater, „kommt nur herein!“ Der Vater nahm wieder am Schreibtisch Platz, und die Kinder legten ihre Hefte vor ihm hin.

Wolfgang hatte einer Aufsatz in lateinischer Sprache geschrieben. Prüfend begann der Vater Seite um Seite in Wolfgangs Heft zu lesen. Es war ganz still im Zimmer. Nur das Umblättern konnte man hören. „Mein Sohn“, sagte der Vater, „du hast fleißig gearbeitet. Dein Aufsatz ist fehlerlos. Auch die Schrift ist jetzt sauber.“ Er sah Wolfgang freundlich an: „Du bist jetzt zehn Jahre alt. Wenn du weiter fleßig lernst, wirst du einmal die berühmte Universität Leipzig besuchen können, an der auch ich studiert habe.“ Mit diesen Worten händigte er seinem Jungen das Heft aus. „Herr Vater“, sagte Wolfgang, „darf ich Ihnen noch eine Arbeit vorlegen? An dem lateinischen Aufsatz schrieb ich nur eine Stunde. Weil ich dann noch viel Zeit hatte, schrieb ich den ganzen Aufsatz noch einmal, aber in italienischer Sprache. Hier ist er. „Wolfgang öffnete ein Heft und hielt es dem Vater hin. Seine Wangen hatten sich vor Eifer gerötet. „Wie?“ sagte der Vater erstaunt, „ich habe doch nur deiner Schwester Unterricht im Italienischen erteilt. Bist du unter die Zauberkünstler gegangen?“

„Nein“, antwortete Wolfgang, „aber ich saß in dem Zimmer, in dem Sie Cornelia unterrichteten. Wenn ich nun mit meinen Aufgaben fertig War, hörte ich Ihnen zu und lernte alles mit.“

das Heft zuklappen – захлопнуть тетрадь;

Nur das Umblättern konnte man hören – Можно было только слышать, как перелистываются страницы;

aushändigen – вручать;

Unterricht erteilen – заниматься с кем – либо;

Unter die Zauberkünstler gehen – стать фокусником.

XIII. Lesen Sie diese Geschichte und beantworten Sie bitte folgende Fragen:

  1. Warum begannen sich die Studenten über Goethe lustig zu machen?

  2. Wie reagierte Goethe darauf?


GOETHE UND STUDENTEN
Goethe war einst nach einer Wanderung in ein Wirtschaus eingekehrt und trank eine kleine Flasche Wein, den er in seinem Glas mit Wasser verdünnte. An einem andered Tisch saßen fröhliche Studenten, die zechten. Als sie nun sahen, daß der Herr am Nebentisch den Wein mit Wasser mischte, begannen sie, sich über ihn lustig zu machen. Einer fragte sogar spöttisch, warum der Herr das edle Getränk mit Wasser verdünne. Da erwiderte Goethe schlagfertig:
„Wasser allein macht stumm,

Das beweisen im Teiche die Fische.

Wein allein macht dumm,

Das beweisen die Herren am Tische.

Und da ich keines von beiden will sein,

Trink’ ich das Wasser vermischt mit Wein.“
Die zechten – которые кутили;

Sich über ihn lustig zu machen – насмехаться над ним;

Warum der Herr das edle Getränk mit Wasser verdünne – почему господин разбавляет благородный напиток водой;

Keines von beiden – ни тем, ни другим.

XIV. Lesen Sie die folgenden Sprüche.

  1. Unterstreichen Sie in zwei verschiedenen Farben Wörter, die eine Kritik bzw. ein Lob enthalten.

  2. Kreuzen Sie an, welche Sprüche eine positive und welche eine negative Kritik beinhalten.

  3. Versuchen Sie diese Sprüche zu übersetzen.

  4. Lernen Sie 2-3 Sprüche, die Ihnen am besten gefallen, auswendig.


Sprüche
Die Erde wird durch Liebe frei,

Durch Taten wird sie groß.

* * *

Wenn dir’s in Kopf und Herzen schwirrt,

Was willst du Beßres haben!

Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt,

Der lasse sich begraben.

* * *

Noch ist der Tag, da rühre sich der Mann!

Die Nacht tritt ein, wo niemand wirken kann.

* * *

Des echten Mannes Feier ist die Tat.

* * *

Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen,

Deswegen haltet euch nicht wie Schlaraffen,

Harte Bissen gibt es zu kauen,

Wir müssen erwürgen oder sie verdauen.

* * *

Frisch gewagt ist schon gewonnen,

Halb ist schon mein Werk vollbracht,

Sterne leuchten mir wie Sonnen,

Nur dem Feigling ist es Nacht.

* * *

Komm! Wir wollen dir versprechen

Rettung aus dem tiefsten Schmerz.

Pfeiler, Säulen kann man brechen,

Aber nicht ein freies Herz.

Denn es lebt ein ewig Leben,

Es ist selbst der ganze Mann;

In ihm wirken Lust und Streben,

Die man nicht zermalmen kann.
wie Schlaraffen – wie Faulenzer

  1   2   3   4   5

Похожие:

Кафедра немецкого языка iconПлан по самообразованию учителя немецкого языка
Образование высшее, в 1990 году окончила Ленинабадский государственный педагогический институт им. Кирова, факультет иностранных...
Кафедра немецкого языка iconКонкурс на звание лучшего учителя/преподавателя немецкого языка России 2012
В 2012 году Немецкий культурный центр имени Гёте при поддержке Министерства образования и науки Российской Федерации впервые отметит...
Кафедра немецкого языка icon  Ответственный за выпуск:   преподаватель кафедры немецкого языка с методикой  преподавания А. А. Буров
Языка   35 
Кафедра немецкого языка iconТб на уроках немецкого языка

Кафедра немецкого языка iconУрок немецкого языка "Почему дети рады зиме." 3-й класс. Безборотько Эрна Эриковна, учитель иностранного языка моу «Октябрьская сош»
В рамках технологии проектная деятельность : "Развитие мышления через чтение и письмо"
Кафедра немецкого языка iconКонспект урока
Основные задачи: повторить изученные речевые образцы; повторить лексику по подтемам “Знакомство”, “Комплименты”; учить использовать...
Кафедра немецкого языка iconИнтегрированный урок немецкого языка и литературы по теме  
Развитие творческих способностей учащихся через перевод стихотворения                                                      
Кафедра немецкого языка iconUniversity of Applied Sciences 
В настоящее время обучение  обучения и передача Social Skills.  немецкого языка. Если вы не владеете 
Кафедра немецкого языка iconОбщая характеристика учреждения
«Средняя общеобразовательная школа №12 с углублённым изучением немецкого языка» г. Перми за 2009/2010 учебный год
Кафедра немецкого языка iconКалендарно-тематическое планирование уроков немецкого языка в 3 классе
«Профессии», «Хобби», «Внешность и качества человека», новые слова по теме «Летние каникулы»
Разместите кнопку на своём сайте:
TopReferat


База данных защищена авторским правом ©topreferat.znate.ru 2012
обратиться к администрации
ТопРеферат
Главная страница