Кафедра немецкого языка




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Friedrich von Schiller, ein großer deutscher Dichter






Friedrich Schiller (Porträt)
Um das Jahr 1800 war Deutschland in viele einzelne Staaten aufgeteilt. Diese wurden außerdem noch von Napoleon beherrscht. Und doch hat Deutschland niemals mehr so große Männer in Dichtung, Philosophie und Kunst hervorgebracht als in diesen Jahrzehnten. Unter diesen großen Persönlichkeiten sind auch die Dichter Goethe und Schiller.

Friedrich von Schiller wurde 1759 in dem Städtchen Marbach am Neckar in der Nähe von Stuttgart geboren. Sein Vater war ein einfacher Offizier im Dienst des Herzogs von Württemberg. Schiller hing sehr an seiner Mutter. Sie war eine stille, fromme Frau. Deshalb wollte er als Kind auch Pfarrer werden.

Auf der Suche nach Freiheit



Schon mit 13 Jahren mußte Schiller sein Elternhaus verlassen. Auf Befehl des Herzogs von Württemberg mußte er von jetzt an eine Militärakademie bei Stuttgart besuchen, also eine Schule für zukünftige Soldaten. Hier blieb er acht Jahre. Er kam sich an dieser Schule wie in einem Gefängnis vor. Denn die Schüler dort hatten wenig Freiheit, sie wurden zum Gehorsam gezwungen.

Aus dieser Zeit stammt Schillers Liebe zur Freiheit. Er schrieb heimlich in diesen Jahren sein erstes Schauspiel "Die Räuber". In diesem Drama ruft er zum Kampf gegen alle Tyrannen und Diktatoren auf. Das waren damals manche der deutschen Fürsten, wobei es allerdings auch gute unter ihnen gab. Napoleon war später ein besonderer Diktator.

Nach Beendigung der Schulzeit wurde Schiller ein einfacher Militärarzt, denn er hatte auf der Schule etwas Medizin lernen müssen. Dieser Beruf machte ihm aber überhaupt keine Freude.

Durch viel Not






Schiller trägt aus den
"Räubern" vor
Anonym ließ Schiller dann in Mannheim sein Schauspiel "Die Räuber" aufführen. Das Drama hatte einen riesigen Erfolg. Daraufhin verbot der Herzog von Württemberg Schiller, Schauspiele zu schreiben. Aber Schiller mußte einfach Dramen schreiben, er war ein echter Dichter. Außerdem wollte er sich vom Herzog nicht zu etwas zwingen lassen.

Deshalb floh Schiller 1782 aus Württemberg in einen anderen deutschen Staat. Das war für ihn gefährlich und ein großes Wagnis. Denn jetzt verdiente er nichts mehr. Er war als Dichter noch unbekannt. Wovon sollte er jetzt leben?

So wanderte Schiller in den Jahren von 1782 bis 1789 durch Deutschland hin und her. Er litt viel Not. Manchmal wurde ein Gedicht vom ihm abgedruckt. Auch sein in diesen Jahren entstandenes Schauspiel "Kabale (= Intrige) und Liebe" wurde aufgeführt. In ihm schildert Schiller, wie ein junger Adliger und ein einfaches Bürgermädchen sich lieben und doch wegen ihres verschiedenen Standes nicht heiraten können. Beide gehen schließlich zugrunde.

Aber durch das alles bekam Schiller nicht viel Geld. Auch war er öfter krank. Aber immer wieder nahmen Freude und Bewunderer ihn bei sich auf und halfen ihm eine Zeitlang aus der Not.

Ein neuer Lebensabschnitt



1789 bekam Schiller durch Hilfe von Goethe eine Anstellung als Professor für Geschichte in Jena in Sachsen. Jetzt hatte er ein sicheres Einkommen. Deshalb konnte er jetzt seine Verlobte Charlotte von Lengefeld heiraten. Außerdem lag Jena dicht bei Weimar. Dort in seiner Residenz hatte der Herzog von Sachsen-Weimar Goethe und zahlreiche andere Dichter, Künstler und Gelehrte versammelt.

In den folgenden Jahren schrieb Schiller kein Drama und nur wenige Gedichte. Er beschäftigte sich jetzt viel mit Geschichte und philosophischen Fragen, besonders mit der Philosophie Kants. Durch Kant lernte er, daß der Mensch ein moralisches, ethisches Wesen ist. Er hat die Aufgabe, seine schlechten, niedrigen Regungen in sich zu bekämpfen und ein immer vollkommenerer, besserer Mensch zu werden.

Eine große Freundschaft

1794 lernte Schiller Goethe näher kennen. Beide Männer waren sehr verschieden. Goethe hatte nie äußere Not gelitten, Schiller dagegen mußte viel Not durch Geldsorgen und Krankheit durchmachen. Wenn Goethe dichtete oder wissenschaftlich arbeitete, mußte er alles sehen und empfinden können.





Schiller zusammen mit Goethe und den Geschwistern von Humboldt
Schiller dagegen beschäftigte sich lieber mit theoretischen Begriffen wie z.B. Schönheit oder Menschenliebe. Deshalb ist Schillers Sprache auch nicht so natürlich wie die Goethes, sondern oft etwas künstlich und pathetisch. Dennoch kann uns seine Sprache begeistern und mitreißen. Aber trotz dieser Gegensätze entstand zwischen beiden Dichtern eine immer enger werdende Freundschaft und große Hochachtung.




Szene aus Wilhelm Tell
1799 zog Schiller nach Weimar. Er kaufte sich dort ein Haus für sich und seine Familie. Durch die Freundschaft zwischen Goethe und ihm wurden beide wieder zum Dichten angeregt. Schon vorher hatte Schiller das Schauspiel "Don Carlos" geschrieben. Jetzt entstanden die Dramen "Wallenstein", "Die Jungfrau von Orleans" und "Maria Stuart". In diesem Schauspiel erzählt Schiller, wie die Königin Maria Stuart von ihrer Gegnerin, der Königin Elisabeth, ungerecht zum Tode verurteilt wird. Aber sie bejaht ihren Tod, indem sie ihn als Strafe für eine frühere Schuld in ihrem Leben annimmt. So siegt sie innerlich über Elisabeth, auch wenn sie äußerlich zugrunde geht.

Die Glocke" beschreibt Schiller den Weg des Menschen von seiner Geburt bis zu seinem Tod. Sein letztes vollendetes Drama ist "Wilhelm Tell". In ihm schildert er den Freiheitskampf der Schweizer unter ihrem Anführer Tell.

Wie kein anderer Dichter hat Schiller darum gekämpft, ein immer vollkommenerer Mensch zu werden und andere durch seine Dramen und Schriften zu bessern. Er jagte dem Ideal nach, dem Höchsten und Größten. Deswegen nennt man ihn auch einen Idealisten.

Ein früher Tod



Schiller war ein tapferer Mensch, ein mutiger Kämpfer und ein fleißiger Arbeiter. Er verlangte viel von sich. Deshalb war er oft krank. So ist er schon 1805 mit 46 Jahren in Weimar gestorben. Er hätte noch manches große Werk schaffen können. Mit ihm verlor Deutschland seinen nach Goethe größten Dichter.

Schiller spricht häufig von Gott. Er sagt z.B. in seinem Gedicht "An die Freude": "Brüder, überm Sternenzelt muß ein gütiger Vater wohnen" (von Beethoven in seiner 9. Symphonie vertont). Aber Gott war für Schiller nur ein bloßer Gedanke. Mit Gott im Gebet reden, auf Gottes' Stimme hören, sich von Gott helfen lassen - das konnte Schiller nicht. Alles, was er tat, wollte er aus eigener Kraft tun, ohne Gott.

Wir Menschen können zwar aus eigener Kraft viel erreichen. Aber wenn wir uns die Welt mit ihrer vielfachen Not heute ansehen, erkennen wir, wie ohnmächtig der Mensch im Grunde ist. Auch Schiller konnte seinen Kampf für das Gute nicht weiterkämpfen, als er in der Mitte seines Lebens sterben mußte. Da war alle Freude für ihn zu Ende.

Aber wenn wir uns durch Jesus zu Gott bringen lassen, werden wir von Gott für ewig versorgt und geliebt. Dann kann uns auch der Tod nicht das Leben nehmen. Dann wissen wir: Nicht wir Menschen, aber Gott wird einmal eine Welt ohne Leid, ohne Tränen und ohne Tod schaffen.

Wortliste

aufteilen – teilte auf – aufgeteilt – поделить;

hervorbringen – доставать

Auf Befehl des Herzogs – по приказу герцога;

das Gefängnis – тюрьма;

gehorsam – послушный;

zwingen – побуждать;

zum Kampf aufrufen – призывать к борьбе;

fliehen – спасаться бегством;

Er litt viel Not – он испытывал большую нужду;

aufführen – ставить, исполнять на сцене;

Ein Schauspiel aufführen – поставить пьесу;

der Adliger –

Zu Ingrunde gehen – погибнуть;

bei sich aufnehmen –

eine Anstellung bekommen – получить место (должность);

das Einkommen – доход;

verlobt sein – быть помолвленным;

das Wesen – существо;

ungerecht – несправедливо;

zum Tode verurteilen – приговорить к смерти.

Fragen und Aufgaben

I. Friedrich von Schiller, ein großer deutscher Dichter.

  1. Wann und wo wurde Friedrich von Schiller geboren?

  2. Wo und als was war sein Valter im Dienst?



II. Auf der Suche nach Freiheit.

  1. Warum musste Schiller sein Elternhaus verlassen?

  2. Wie lange blieb er in Stuttgart?

  3. Warum fühlte er sich in dieser Schule wie in einem Gefängnis?

  4. Welches Schauspiel wurde in dieser Zeit heimlich geschrieben?

  5. Wozu ruft er in diesem Drama auf?

  6. Warum wurde Schiller nach Beendigung der Schulzeit ein Militärarzt?



III. Durch viel Not.

  1. Wo wurde das Drama „Die Räuber“ aufgeführt?

  2. Warum verließ Schiller Würtemberg?

  3. Wieviel Jahre wanderte Schiller durch Deutschland hin und her?

  4. Was schildert Schiller im Schauspiel „Kabale und Liebe?

  5. Wie veränderte sich sein Leben in dieser Zeit? Wie stand es ihm gesundheitlich?



IV. Ein neuer Lebensabschnitt.

  1. Durch wessen Hilfe und wo bekam Schiller eine Ansfellung als Professor für Geschichte?

  2. Warum konnte er jetzt seine Verlobte Charlotte von Lengefild heiraten?

  3. Womit beschäftigte sich jetzt Schiller?

  4. Was lernte er durch Philosophie Kants?



V. Eine große Freundschaft.

  1. Worin besteht die Verschiedenheit zwischen Goethe und Schiller?

  2. Was entstand trotz dieser Gegensätze zwischen beiden Dichtern?

  3. Wann zog Schiller nach Weimar?

  4. Welche Werke schrieb Schiller in Weimar?



VI. Ergänzen Sie:

  1. Im Schauspiel „Maria Stuart“ erzählt Schiller, wie die Königin Maria Stuart von ihrer _____, der Königin Elisabeth, ungerecht zum _____ verurteilt wird.

  2. Aber Maria Stuart nimmt ihren Tod als Strafe für eine frühere _____ in ihrem Leben an.

  3. Sie geht äußerlich zugrunde, aber sie _____ über Elisabeth innerlich.

  4. In seinem letzten _____ "Wihelm Tell" schildert Schiller den _____ der Schweizer unter ihrem Auführer Tell.

  5. Durch seine Dramen und Schriften bemühte sich Schiller, ein vollkommener _____ zu werden und auch andere Leute zu _____.



VII. Ein früher Tod.

  1. Schiller war oft krank, weil er viel von sich _____.

  2. Mit 46 jahren ist er in _____ gestorben.

  3. Mit ihm _____ Deutschland seinen nach Goethe großten Dichter.


AUS „DIE RÄUBER“
Schön wie Engel, voll Walhallas Wonne,

Schön vor allen Jünglingen war er,

Himmlisch mild sein Blick wie Maiensonne,

Rückgestrahlt vom blauen Spiegelmeer.
Sein Umarmen – Wütendes Entzücken! –

Mächtig, feurig klopfte Herz an Herz,

Mund und Ohr gefesselt – Nacht vor unsern Blicken –

Und der Geist gewirbelt himmelwärts.
Seine Küsse – paradiesisch Fühlen!

Wie zwo Flammen sich ergreifen, wie

Harfentöne ineinanderspielen

Zu der himmelvollen Harmonie -
Strürzten, flogen, schmolzen Geist und Geist zusammen,

Lippen, Wangen brannten, zitterten,

Seele rann in Seele – Erd und Himmel schwammen

Wie zerronnen um die Liebenden!
Er ist hin – vergebens, ach vergebens

Stöhnet ihm der bange Seufzer nach!

Er ist hin, und alle Lust des Lebens

Wimmert hin in ein verlornes Ach!
ПЛАЧ ЛЮДМИЛЫ
Ангел был он красотою!

Маем кроткий взор блистал!

Все великою душою

Несравненный превышал!
Поцелуи - сладость рая,

Слитых пламеней струя,

Горных арф игра святая!

Небеса вкушала я!
Взором взор, душа душою

Распалялись – все цвело!

Мир сиял для нас весною,

Все нам радость в дар несло!
Непостижное слиянье

Восхищенья и тоски,

Нежных ласк очарованье,

Огнь сжимающей руки!
Сердца сладостные муки –

Все прости… его уж нет!

Ах! Прерви ж печаль разлуки,

Смерть, души последний свет!
* * *
DER HANDSCHUH
Vor seinem Löwengarten,

Das Kampfspiel zu erwarten,

Saß König Franz,

Und um ihn die Großen der Krone

Und rings auf hohem Balkone

Die Damen in schönem Kranz.

Und wie er winkt mit dem Finger,

Auf tut sich der weite Zwinger,

Und hinein mit bedächtigem Schritt

Ein Löwe tritt,

Und sieht sich stumm

Rings um,

Mit langem Gähnen,

Und schüttelt die Mähnen

Und streckt die Glieder

Und legt sich nieder.
Und der König winkt wieder,

Da öffnet sich behend

Ein zweites Tor,

Daraus rennt

Mit wildem Sprunge

Ein Tiger hervor.

Wie der den Löwen erschaut,

Brüllt er laut,

Schlägt mit dem Schweif

Einen furchtbaren Reif

Und recket die Zunge,

Und im Kreise scheu

Umgeht er den Leu

Grimmig schnurrend;

Drauf streckt er sich murrend

Zur Seite nieder.
Und der König winkt wieder,

Da speit das doppelt geöffnete Haus

Zwei Leoparden auf einmal aus.

Die stürzen mit mutiger Kampfbegier

Auf das Tigertier;

Das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,

Und der Leu mit Gebrüll

Richtet sich auf – da wird’s still,

Und herum im Kreis,

Von Mordsucht heiß,

Lagern die greulichen Katzen.

Da fällt von des Altans Rand

Ein Handschuh von schöner Hand

Zwischen den Tiger und den Leun

Mitten hinein.
Und zu Ritter Delorges Spottenderweis’

Wendet sich Fräulein Kunigund’:

„Herr Ritter, ist Eure Lieb’ so heiß,

Wie Ihr mir’s schwört zu jeder Stund’,

Ei, so hebt mir den Handschuh auf!“
Und der Ritter in schnellem Lauf

Streight hinab in den furchtbarn Zwinger

Mit festem Schritte,

Und aus der ungeheuer Mitte

Nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.
Und mit Erstaunen und mit Grauen

Sehen’s die Ritter und Edelfrauen,

Und gelassen bringt er den Handschuh zurück.

Da schallt ihm sein Lob aus Jeden Munde,

Aber mit zärtlichem Liebesblick –

Er verheißt ihm sein nahes Glück –

Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.

Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:

„Den Dank, Dame, begehr’ ich nicht!“

Und verläßt sie zur selben Stunde.
ПЕРЧАТКА
Перед своим зверинцем,

С баронами, с наследным принцем,

Король Франциск сидел;

С высокого балкона он глядел

На поприще, сраженья ожидая;

За королем, обворожая

Цветущей прелестию взгляд,

Придворных дам являлся пышный ряд.
Король дал знак рукою –

Со стуком растворилась дверь,

И грозный зверь

С огромною главою,

Косматый лев

Выходит;

Кругом глаза угрюмо водит;

И вот, все оглядев,

Наморщил лоб с осанкой горделивой,

Пошевелил густою гривой,

И потянулся, и зевнул,

И лег. Король опять рукой махнул –

Затвор железной двери грянул,

И смелый тигр из-за решетки прянул;

Но видит льва, робеет и ревет,

Себя хвостом по ребрам бьет,

И крадется, косяся взглядом,

И лижет морду языком,

И, обошедши льва кругом,

Рычит и с ним ложится рядом.
И в третий раз король махнул рукой –

Два барса дружною четой

В один прыжок над тигром очутились;

Но он удар им тяжкой лапой дал,

А лев с рыканьем встал…

Они смирились,

Оскалив зубы, отошли,

И зарычали, и легли.
И гости ждут, чтоб битва началась.

Вдруг женская с балкона сорвалась

Перчатка… все глядят за ней…

Она упала меж зверей.
Тогда на рыцаря Делоржа с лицемерной

И колкою улыбкою глядит

Его красавица и говорит:

«Когда меня, мой рыцарь верный,

Ты любишь так, как говоришь,

Ты мне перчатку возвратишь».
Делорж, не отвечав ни слова,

К зверям идет,

Перчатку смело он берет

И возвращается к собранью снова.
У рыцарей и дам при дерзости такой

От страха сердце помутилось;

А витязь молодой,

Как будто ничего с ним не случилось,

Спокойно всходит на балкон;

Рукоплесканьем встречен он;

Его приветствуют красавицыны взгляды…

Но, холодно приняв привет ее очей,

В лицо перчатку ей

Он бросил и сказал: «Не требую награды».
* * *
DAS FISCHERMÄDCHEN
Du schönes Fischermädchen,

Treibe den Kahn ans Land;

Komm zu mir und setze dich nieder,

Wir kosen Hand in Hand.
Leg an mein Herz dein Köpfchen,

Und fürchte dich nicht zu sehr;

Vertraust du dich doch sorglos

Täglich dem wilden Meer!
Mein Herz gleicht ganz dem Meere,

Hat Sturm und Ebb und Flut

Und manche schöne Perle

In seiner Tiefe ruht.
РЫБАЧКА
Красавица рыбачка,

Оставь челнок на песке.

Посиди со мной, поболтаем,

Рука в моей руке.
Прижмись головкой к сердцу,

Не бойся ласки моей;

Ведь каждый день ты с морем

Играешь судьбою своей.
И сердце мое как море,

Там бури, прилив и отлив,

В его глубинах много

Жемчужных дремлет див.
1. Lesen Sie das Gedicht. Vergleichen Sie die Übersetzung des Gedichtes mit dem Original.

2. Hören Sie sich das Lied „Das Fischermädchen“ vom Tonbandgerät (Musik von Franz Schubert, gesungen von Theo Adam) an.
* * *
IHR BILD
Ich stand in dunklen Träumen

Und starrt ihr Bildnis an,

Und das geliebte Antlitz

Heimlich zu leben begann.
Und ihre Lippen zog sich

Ein Lächeln wunderbar,

Und wie von Wehmutstränen

Erglänzte ihr Augenpaar.
Auch meine Tränen flossen

Mir von den Wangen herab.

Und ach! Ich kann es nicht glauben,

Daß ich dich verloren hab!



ЕЕ ПОРТРЕТ
В ее портрет углубившись,

Я смутным предался мечтам,

И вдруг дыханье жизни

Прошло по любимым чертам.
Улыбкою дрогнули губы,

И странно блеснули глаза,

Как будто на них навернулась

Невидимая слеза.
И слезы мои покатились,

Твои застилая черты.

О боже! Могу ли поверить,

Что мною потеряна ты!
1. Lesen sie das Gedicht. Vergleichen Sie dann die Übersetzung des Gedichtes mit dem Original.

2. Lesen Sie das Gedicht noch einmal ausdrucksvoll vor.

* * *
AUS DEM ZUKLUS „DIE HEIMKEHR“
Herz mein Herz, sei nicht beklommen

Und ertrage dein Geschick

Neuer Frühling gibt zurück,

Was der Winter dir genommen.
Und wie viel ist dir geblieben!

Und wie schön ist noch die Welt!

Und, mein Herz, was dir gefällt,

Alles, alles darfst du lieben!
Sei nicht beklommen – не сжимайся

Das Geschick – судьба, участь
1. Übersetzen Sie das Gedicht.

2. Lesen Sie es ausdrucksvoll vor.
* * *
WIR SASSEN AM FISCHERHAUSE
Wir saßen am Fischerhause

Und schauten nach der See;

Die Abendnebel kamen

Und stiegen in die Höh.

Im Leuchtturm wurden die Lichter

All mählich angesteckt,

Und in der weiten Ferne

Ward noch ein Schiff etdeckt.
Wir sprechen von Sturm und Schiffbruch,

Vom Seemann, und wie er lebt,

Und zwischen Himmel und Wasser

Und Angst und Freude schwebt.
Wir sprachen von fernen Küsten,

Vom Süden und vom Nord

Und von den seltsamen Völkern

Und seltsamen Sitten dort.
Die Mädchen horchten ernsthaft,

Und endlich sprach niemand mehr;

Das Schiff war nicht mehr sichtbar,

Es dunkelte gar zu sehr.
der Leuchtturm – маяк

anstecken – зажигать

ward entdeckt (устарело) = wurde entdeckt

der Schiffbruch – кораблекрушение

schweben – парить, витать

die Küste – (морской) берег

die Sitte – обычай

ernsthaft horchen – серьезно слушать

sichtbar sein – видеться
1. Schreiben Sie das gekürzte Gedicht ab. Setzen Sie die Pausen und Betonungszeichen ein.

2. Hören Sie sich das Lied vom Kassettenrecorder an. Lesen Sie es dann ausdrucksvoll vor.

VIII. Lesen Sie anfmerksam dieses Leitfaden vom Leben und Werk Schillers und versuchen Sie den Lebenslauf von Schiller kurz nachzuerzählen.

Leben und Werk. Ein Leitfaden

1759 10. November: Johann Christoph Friedrich Schiller in Marbach am Neckar geboren. Eltern: Kaspar Schiller (1723—1796), Leutnant, Haupt-mann, Werbeoffizier und später Intendant der herzog­lichen Hofgärtnerei auf der Solitude; Elisabeth Doro-thea, geb. Kodweiß (1732-1802). Schwester: Christo­phine, geboren: 1757.

1760 Rückkehr des Vaters aus dem Krieg. Wechselnde Auf­enthalte in den nächsten Jahren.

1764—1766 Die Familie Schiller in Lorch. Elementarunterricht in der Lorcher Dorfschule.

1766 Umsiedlung nach Ludwigsburg.

1767 Eintritt in die Lateinschule der Stadt.

1772 Erste — nicht erhaltene — Trauerspielversuche: „Die Christen" und „Absalon".

1773 Plan, Theologie zu studieren. Aber der Herzog Karl Eu­gen beordert Schiller — den Sohn seines Hauptmanns — auf die militärische „Karlsschule" (1771 auf der Soli­tude, 1773 Verlegung nach Stuttgart). Innere Aufleh­nung gegen die Erziehungsmethoden der „Karlsschu-le". Heimliche Beschäftigung mit zeitgenössischer Literatur („Sturm und Drang“ -Dramatik, Lessing, Klopstock) in kleinem Freundeskreis.

1774 Beginn des Jura-Studiums.

1775 Wechsel zur Medizin.

1776 Intensive Beschäftigung mit Shakespeares Dramen, angeregt durch den Philosophie-Professor Jakob Friedrich Abel. Lektüre von Rousseau.

1777 Erste Szenen zu den „Räubern" entstehen.

1779 Schillers medizinische Dissertation „Philosophie der Physiologie" wird abgelehnt. 14. Dezember: erste Be­gegnung mit Goethe und dem Herzog Karl August von Weimar auf dem Akademie-Stiftungsfest.

1780 Schillers zweite medizinische Dissertation wird zum Druck freigegeben. Ausarbeitung der „Räuber".

15. Dezember: Entlassung aus der Militärakademie. Beorderung als Militärarzt zum Grenadierregiment Auge in Stuttgart.

1781 Die „Räuber" erscheinen im Selbstverlag. Heribertvon Dalberg, Intendant des Mannheimer Nationalthea-ters, fordert Schiller zu einer Bühnenbearbeitung auf.

1782 Mannheimer Uraufführung der „Räuber" — ein großer Erfolg. Schiller ist gegen den Willen des Herzogs Karl Eugen anwesend.

Februar: Schillers Gedichtesammlung „Anthologie auf das Jahr 1782" erscheint im Selbstverlag. Mitheraus­gabe des Wirtembergischen „Repertoriums der Littera-tur"

Juli: 14 Tage Arrest wegen unerlaubter Reise nach Mannheim.

Arbeit am „Fiesco" und erste Konzeption der „Luise Mil­lerin" (später: „Kabale und Liebe"). 22. September: Flucht nach Mannheim mit dem Freund Andreas Streicher, später weiter nach Oggersheim. 27 September: Mißerfolg des „Fiesco" bei Lesung im Kreis von Mannheimer Schauspielern. 30. November: aus Furcht vor Verhaftung und Ausliefe­rung Abreise nach Bauerbach (Thüringen), auf das Gut von Henriette von Wolzogen.

Freundschaft mit dem Bibliothekar Reinwald, dem spä­teren Mann von Schillers Schwester Christophine.

1783 "Kabale und Liebe" beendet. Arbeit am „Don Carlos". Unglückliche Liebe zu Charlotte von Wolzogen, der Tochter des Hauses. 24. Juli: Aufbruch nach Mannheim.

1783 Ende August: Vertrag mit Dalberg über eine Anstellung als Theaterdichter am Mannheimer Nationaltheater. Schwere Erkrankung.

1784 Aufnahme in die „Kurfürstliche Deutsche Gesellschaft" in Mannheim. Antrittsrede: „Was kann eine gute ste­hende Schaubühne eigentlich wirken" (die spätere, re­vidierte Fassung steht unter dem Titel: „Die Schaubühne als moralische Anstalt betrachtet"). "Fiesco" und „Kabale und Liebe" uraufgeführt. „Kabale und Liebe" mit großem Erfolg. Keine Verlängerung des Vertrags mit Dalberg. Finanzielle Sorgen.

Private Verwicklungen durch unglückliche Beziehung zu Charlotte von Kalb.

Dezember: Lesung aus „Don Carlos" am Darmstädter Hof in Gegenwart des Herzogs Karl August von Wei­mar. Ernennung zum Weimarischen Rat.

1785 Erstes Heft der Theaterzeitschrift „Rheinische Thalia" erscheint.

Übersiedlung nach Gohlis bei Leipzig. Freundschaft mit Dora und Minna Stock, Ludwig Ferdinand Huber, dem Maler Reinhart und-dem Verleger Georg Joachim Gö­schen. Mai: Erstes Zusammentreffen mit Christian Gott­fried Körner. September/Oktober: zu Gast bei Körner im „Weinberghäuschen" in Loschwitz an der Elbe.

Entstehung des Gedichts „An die Freude". Intensive Beschäftigung mit „Don Carlos".

1786 Intensive historische Studien. Beginn der Arbeit an der „Geschichte des Abfalls der Niederlande". Daneben Arbeit am Drama „Der versöhnte Menschenfeind".

1787 Abschluß des „Don Carlos" und Uraufführung in Ham­burg.

Auf Einladung von Charlotte von Kalb Reise nach Wei­mar. Besuche bei Christoph Martin Wieland und Gott­fried Herder. Bekanntschaft mit Carl Ludwig von Kne­bel, Corona Schröter und Frau von Stein. Dezember: Besuch bei Familie von Lengefeld in Rudol-stadt. Zuneigung zu den Töchtern Karoline und Char­lotte.

1788 Übersiedlung nach Rudolstadt. Fortsetzung histori­scher Studien. Beendigung der „Geschichte des Abfalls der Niederlande".

September: Begegnung mit Goethe. Dezember: Berufung nach Jena auf den Lehrstuhl für Geschichte.

1789 Übersiedlung nach Jena. Antrittsvorlesung: „Was ist Universalgeschichte?"

"Der Geisterseher" erscheint bei Göschen. Erste Begegnung und Freundschaft mit Wilhelm von Humboldt.

1790 Verleihung des Hofratstitels. Beginn des Quellenstu­diums für die „Geschichte des Dreißigjährigen Krie­ges". Heirat mit Charlotte von Lengefeld.

1791 Ernste Erkrankung/von der sich Schiller nie mehr richtig erholt hat. Nach vorübergehender Besserung schwe­rer Rückfall im Mai. Beurlaubung von den Vorlesungen. Beginn des Kant-Studiums. Plan zum „Wallenstein". Juli: Kur in Karlsbad.

Auf Anregung des dänischen Schriftstellers Jens Bag-gesen bieten der Prinzchristian von Augustenburg und Graf Ernst von Schimmelmann Schiller eine dreijährige Pension an.

1792 Wiederholte Krankheitsanfälle. Durch Vermittlung Körners Bekanntschaft mit Friedrich Schlegel.

26. August: Die Pariser Nationalversammlung erteilt Schiller das französische Ehrenbürgerrecht. Abschluß der „Geschichte des Dreißigjährigen Krie­ges".

1793 Heftige Krankheitsanfälle.

Entstehen der ästhetisch-philosophischen Abhandlun­gen „Über Anmut und Würde" und „Vom Erhabenen". Arbeit am „Wallenstein".

Erster Dankbrief über „Die Philosophie des Schönen" an den Prinzen von Augustenburg. Geburt des ersten Sohnes. Begegnung mit Friedrich Hölderlin.

1794 Aufenthalt in Stuttgart und Tübingen. Aufnahme der Verlagsbeziehungen zu Cotta. Erste Bekanntschaft mit Johann Gottlieb Fichte. Gespräch mit Goethe über die Urpflanze. Anbahnung der Freundschaft. Beginn des Briefwechsels.

September: Aufenthalt bei Goethe in Weimar. Niederschrift der ersten Briefe „Über die ästhetische Er­ziehung des Menschen".

1795 Erstes Erscheinen der „Hören".

Berufung an die Uni Tübingen abgelehnt.

Arbeit an: „Über naive und sentimentalische Dichtung".

Reiche lyrische Produktion.

1796 Januar/Februar: In enger Zusammenarbeit mit Goethe entsteht ein großer Teil der „Xenien", die im „Musenal­manach auf das Jahr 1797" veröffentlicht werden. (Der „Musenalmanach" erscheint in der Folge bis 1800.) Geburt des zweiten Sohnes.

Freundschaftlicher Verkehr mit August Wilhelm Schle­gel. Quellenstudien und erste Entwürfe zum „Wallenstein".

1797 Beginn der Balladendichtung.

Goethe in Jena: Unterhaltungen über Gattungsgeset­ze von Drama und Epos.

"Wallensteins Lager" beendet. Umdichtung des „Wal­lenstein" in Versform (bisher Prosa).

1798 Regelmäßige Zusammenkünfte mit Goethe.

Vorläufiger Abschluß der einteiligen Fassung des „Wal­lenstein".

Uraufführung von „Wallensteins Lager" zur Eröffnung des umgebauten Weimarer Theaters. Vollendung der „Piccolomini" (Teil 2 der „Wallenstein"-Trilogie).

1799 Uraufführung von „Piccolomini" und „Wallensteins Tod" in Weimar. Großer Erfolg. Erste Arbeit an „Maria Stuart". Geburt der ersten Tochter. Dezember: Umzug nach Weimar.

1800 Schiller bearbeitet Shakespeares „Macbeth" für die Weimarer Bühne.

Abschließende Arbeit an „Maria Stuart" und Urauffüh­rung. Erste Arbeiten zur „Jungfrau von Orleans".

1801 Vollendung der „Jungfrau von Orleans".

Bühnenbearbeitung von Lessings „Nathan".

1802 Bühnenbearbeitung von Goethes „Iphigenie". Erste Beschäftigung mit „Wilhelm Teil". Beginn der Arbeit an der „Braut von Messina". Schiller wird geadelt.

1803 Abschluß der „Braut von Messina" und Uraufführung. Aufführung der „Jungfrau von Orleans". Intensive Arbeit am „Wilhelm Teil".

1804 Vollendung des Teil und Uraufführung mit großem Er­folg.

Erste Entwürfe zu „Demetrius" April/Mai: Reise nach Berlin. Schwere Krankheitsanfälle.

1805 Bühnenbearbeitung zu Racines „Phaedra". Fortführung des „Demetrius".

1. Mai: Letzter Theaterbesuch. Erneuter Krankheitsan­fall. 9. Mai: Tod.

IX. Sehen Sie sich das Bild an und beantworten Sie bitte folgende Fragen.

  1. Was lesen diese Eheleute?

  2. Was ist denn da los?

  3. Warum hat die Dame ihren Handschuh geworfen?

  4. Was meinen Sie, was geschieht weiter?







X. Diskutieren Sie bitte!

1. Warum schätzte Schiller so hoch die Freiheit?

2. Worin ist seine Liebe zur Freiheit ausgedrückt?

3. Warum schreibt Schiller in seinen letzen Lebensjahren historische Dramen?

XI. Lesen Sie aufmerksam dieses Leitfaden vom Leben und Werk Schiller und versuchen Sie den Lebenslanf von Schiller kurz nachzuerzählen.

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